Haarbruch in der Sattellage

  • Geschrieben am
  • Durch Max Zehrer
Haarbruch in der Sattellage

Haarbruch im Winterfell, ein leidliches Thema. Jedes Jahr auf neue stehen Pferdebesitzer vor den Scheuerstellen und der Frage was hier wieder suboptimal läuft.
Wir haben die die Antworten und die Lösung.

Es geht beim Thema Haarbruch im Winterfell immer wieder um den Bereich der Lendenregion. Dies liegt unter Anderem daran, dass sich hier die Wuchsrichtung des Fells verändert und damit die Ausrichtung der einzelnen Haare. Zudem komm in diesem Bereich oft das Pad noch zum Liegen und durch die vermehrte Bewegung in dieser Region wird dort das Pferdefell  besonders beansprucht. Dieser Umstand wird häufig in der kalten Jahreszeit zum Problem.

 

 

Bewegt sich ein Pferd im Schritt oder Trab, ist an der Oberline von Hüfte und Lendenwirbelsäule, eine rechts-links Bewegung deutlich erkennbar. 

 

 

Diese seitliche Bewegung trifft nun auf die Haare, welche nicht mehr von vorn nach hinten, sondern von oben nach unten wachsen. Bei jedem Schritt zieht es Sattel und Sattelunterlage ein kleines Stück gegen die Wuchsrichtung des Pferdehaars. Das Fell macht diese Beanspruchung eine Zeit lang mit, aber irgendwann quittiert es seinen Dienst und bricht. Das gilt vor allem für lange oder sehr spröde Haare. Besonders im Winterfell, sind länger, was dann dazu führen kann, dass sich die Haare in das Pad spießen und in der Bewegung abbrechen

 

Nun, was kann ich dagegen tun?

 

Zu erst einmal ist es wichtig zu wissen, dass es sich dabei meist um einen reinen Schönheitsfehler handelt. Für das Pferd selber hat es keinerlei gesundheitliche Konsequenzen und man kann davon auch nicht immer auf die Sattelpassform schließen. Sofern es sich allerdings nicht nur um Haarbruch, sondern um richtige Scheuerstellen handelt, die auch die Haut betreffen, sollte hier nochmals genauer hingeschaut werden. 

Nichtsdestotrotz, schaut es blöd aus, vor allem bei großflächigen Stellen und sensiblere Pferde finden es auch nicht besonders angenehm.

Man hört immer mal wieder von diversen Hausmittelchen die die Haare geschmeidiger machen sollen, von Schweif-und Mähnenspray und von Plastiktüten unter den betroffenen Stellen. Dies kann hin und wieder auch die Lösung sein, aber eine Plastiktüte unter dem Pad, ist wahrlich auch kein Augenschmaus und nervlich hält dem auch nicht jedes Pferd stand. 

Eine sehr alte und erprobte Methode um dem Abbrechen der Pferdehaare vorzubeugen ist die Verwendung von Wild-Fellen.
 
 
 
 
Sie werden während des Reitens unter die eigentliche Sattelunterlage gelegt. Hirschartige besitzen, im Gegensatz zu Schafen Hohlhaare, welche eine andere Haarstruktur aufweisen. Beim direkten Aufeinandertreffen von Wild und Pferdehaar bricht zuerst (im Gegensatz zum Schaffell) das Rentier, Hirsch oder Rehhaar. Das Pferdehaar bleibt intakt. Aber keine Angst, trotzdem hält Deine Wildtierfell-Unterlage eine lange Zeit, bevor es ausgetauscht werden muss.
 

Eine weitere sehr innovative Möglichkeit um Haarbruch vorzubeugen ist das Anti-Scheuer PAD von Horse Gear. Durch die glatte Oberfläche des Leders in der Lendenregion gleitet das Pad auch entgegen der Wuchsrichtung über die Haare hinweg. Dadurch wird das Einspießen und Brechen der Pferdehaare verhindert. 

 

 

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