Hilfe, mein Sattel rutscht zur Seite!

  • Geschrieben am
  • Durch Maximilian Zehrer
Hilfe, mein Sattel rutscht zur Seite!

Immer wieder musst Du absteigen und Deinen Sattel gerade richten? Du kannst tun und lassen was Du willst, dein Sattel hängt ständig nach rechts oder links und Du mit ihm. In der Reitstunde immer wieder das gleiche Thema: Dein Sitz! Das zerrt an den Nerven und verdirbt einem irgendwie die Lust am Reiten.

Warum rutscht ein Sattel zur Seite?
Hauptsächlich kommen vier Gründe in Frage:

 

1. Westernsättel die vorne zu weit oder zu flach gewählt sind, können beim Reiten zur Seite zu rutschen

 

Fällt der Verdacht auf den Sattel und bestätigt sich dies bei einer Passformüberprüfung durch den Sattler des Vertrauens, liegt die Lösung entweder in einem anderen Sattel oder vorübergehend, z. B. zum Auftrainieren nach einer längeren Stehpause, in speziellen Korrekturpads.

Ob der neue Sattel ein gebrauchter oder neuer sein soll, das entscheidet allein der eigene Geldbeutel. Mit dem passenden Sattel sollte das Verrutschen dann aber  der Vergangenheit angehören.

 

 

2. Der Reiter sitzt nicht im Gleichgewicht, beispielsweise da ein Bein länger ist oder das Becken des Reiters schräg steht

 

Die Gründe hierfür sind mannigfaltig und ab und an recht schwer auszumachen. Ein Schiefstand des Beckens, eine Blockade der Wirbelsäule oder ein Bein das länger ist als das Andere.... Hierfür gibt es Profis, die sich auf den Reitersitz spezialisiert haben und oft mit wenig Aufwand, sehr viel erreichen können. Es empfiehlt sich hier auf jeden Fall, Hilfe von Außen zu holen.

 

 

3. Ein schiefes Pferd führt zum schiefen Sattel

 

Das hört sich erst einmal recht witzig an, ist aber oft der Ursprung, warum der Reiter z.B. auf dem Rechtszirkel immer nach außen sitzt. Der Grund hierfür liegt in der natürlichen Schiefe des Pferdes. Diese zu beheben, ist so einfach wie langwierig und bedeutet gymnastizieren.

Das symmetrische Ausbilden beider Körperhälften - der Rechten wie der Linken - führt zu einer harmonischen Bemuskelung und einer gleichmäßigen Beweglichkeit des Pferdes. Somit hat nicht nur das "Herumgerutsche" ein Ende, vielmehr hat man am Ende ein gesundes, fundiert ausgebildetes Pferd, welches vielen Anforderungen, die das Reiten mit sich bringt, gewachsen ist.

 

4. Die Anatomie des Pferderückens kann das Verrutschen eines Sattels begünstigen

 

Meiner Erfahrung nach, die häufigste Ursache, warum ein Sattel rutscht. Im Extremfall ist die Rückenform tonnenförmig. Kein, oder wenig Widerrist gepaart mit einem absolut runden Umfang. Der Alptraum eines jeden Sattlers! Hier findet der Sattel keinerlei Halt und kommt dem Reiter oft schon beim Aufsteigen entgegen. Abhilfe schaffen hier Pads mit Neoprenunterseite wie die von Matrix oder Reinsman

   

   

oder spezielle Anti-Rutsch Unterlagen.

 

 

An der Stelle habe ich aber auch eine gute Nachricht für alle Pferdebesitzer, die es mit genau so einem Kandidaten zu tun haben. Wird der Sattel, trotz eines Reiters der nicht im Gleichgewicht sitzt, dank eines ausgeprägten Widerrists in Position gehalten, bedeutet dies für den Pferderücken eine extrem einseitige Belastung, mit all seinen negativen Auswirkungen. Genau das kann Euch nicht passieren! Die Rückenform zwingt Euch geradezu, in der Mitte des Pferdes zu sitzen :-)

 

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