Passt mein Sattel? Teil 1

Passt mein Sattel?  Teil 1

Auffälligkeiten eines unpassenden Sattels im täglichen Verhalten eines Pferdes.

Schon mal mit einem schweren, schlecht sitzendem Rucksack unterwegs gewesen und am Abend ordentlich Kopfweh von den Verspannungen im Schulterbereich gehabt? Dann kann man sich leicht ausmalen, welche Auswirkungen ein drückender Sattel für ein Pferd bedeuten kann.

 

Folgen, welche aufgrund eines Reizes von außen, z. B. durch einen schlecht sitzenden Sattel, in Erscheinung treten können, sind z. B. Muskelverspannungen, Blockaden, Verhärtungen, Schwellungen und Entzündungen.

 

Äußern können sich diese körpereigenen Reaktionen in Auffälligkeiten wie Gifteln nach anderen Pferden, Lethargie, Gewichtabnahme, Koppen, Aggressionsverhalten, verschobenen Rossezyklen ausdrücken. Aber auch kleine Veränderungen im Verhalten des Pferdes können erste Warnsignale sein. Aussagen eines Pferdebesitzers, wie: „Wenn ich die Boxentüre aufgemacht hab, ist er eigentlich immer zu mir gekommen.“, sollten ernst genommen werden und zumindest zum Nachdenken anregen.

Auch vom Hufschmied kann der erste Fingerzeig in Richtung Sattelproblem kommen. Viele Pferde verändern unter einem Sattel, der zu wenig Schulterfreiheit bietet, ihr Gangbild. Dies kann eine Abweichung der gewohnten Hufabnutzung nach sich ziehen.

 

Keiner von uns geht entspannt zum Zahnarzt. Warum? Weil man aufgrund seiner persönlich gemachten Erfahrung davon ausgeht, dass der Besuch eher schmerzhaft werden wird. Pferde, die nicht gerne zum Putzplatz gehen, dort herumzappeln, in den Anbindebalken beißen oder mit den Zähnen an der Holzwand auf- und abfahren, versuchen eine Stresssituation zu kompensieren. Hier ist eine Sattelüberprüfung angezeigt, noch bevor das Pferd seinen Unmut drastischer zum Ausdruck bringen muss und gezielt nach dem Sattel giftet.

 

Das wohl deutlichste Anzeichen für ein Passformproblem des Sattels ist eine Überempfindlichkeit im Bereich der Sattellage. Das Pferd drückt bei jeglicher Berührung des sensiblen Bereichs, ob beim Striegeln oder beim Abtasten der Muskulatur, den Rücken nach unten durch. So versucht das Pferd, mit dem Schmerz auszukommen, indem es ins Hohlkreuz geht

 

Änderungen im Verhalten des Pferdes, und seien sie noch so klein, sollten auf jeden Fall wahrgenommen und nach dem Ursprung gesucht werden.

Oft sind es die kleinen Anzeichen, die Größeres verhindern, wenn man ihnen Beachtung schenkt.

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