Westernpad aus Neopren

Westernpad aus Neopren

Vor- und Nachteile eines Westernpads aus Neopren

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Der Markt ist voll mit Sattelunterlagen, aber welches Westernpad ist für mein Pferd das beste?

 

Westernpads aus Neopren bieten gegenüber Fellpads und Filzpads einige Vorteile, haben allerdings auch Nachteile.

 

Neoprenpads sind wasserabweisend – das ist Fluch und Segen zugleich. Schwitzt das Pferd bei der Arbeit, kann die Sattelunterlage aus Neopren die entstehende Feuchtigkeit nicht aufnehmen. Das führt zu einem vermehrten Aufquillen der Haut unter dem Westernpad. Die nasse Haut ist gegenüber Reibung und Druck wesentlich anfälliger, Irritationen unter der Sattellage sind die Folge. Jeder kennt das von seinen Füßen: Nasse Schuhe und ein langer Marsch vertragen sich nicht, die Haut quillt auf und kann den Belastungen z. B. an der Ferse nichts mehr entgegenhalten. So kommt es zu Blasen und wunden Stellen.

 

Vorteile eines wasserabweisenden Westernpads: Es ist sehr einfach zu reinigen und kurz in der Sonne aufgehängt ist es im Nu wieder trocken. So bleibt die Sattelunterlage sauber und hygienisch, was z. B. einer Pilzinfektion vorbeugt. Außerdem ist es im Gegensatz zu einem durchgeschwitzten Filzpad am nächsten Tag wieder vollkommen trocken und bereit für den nächsten Einsatz.

 

Neopren ist ein schaumartiger Gummi, der Stickstoff in seiner blasenartigen Struktur einschließt. Diese Beschaffenheit verleiht dem Westernpad die Eigenschaft einer sehr guten Wärmedämmung, was man sich zum Beispiel bei einem Neoprenanzug für Taucher zu nutze macht. Bei der Verwendung als Sattelunterlage ist dieses aber eher kritisch zu sehen, da es unter dem Westernpad zu einem Wärmestau kommt und damit zu einem vermehrten Schwitzen unter dem Sattel.
Durch den zellartige Aufbau erhält Neopren aber auch eine hohe Elastizität, Form und Druckstabilität und die Fähigkeit Schläge und Stöße zu absorbieren. Diese Eigenheiten des Materials prädestinieren es geradezu als Einlage zwischen Pferd und Sattel.

 

Da Neopren auf Fell nicht rutscht, bietet sich dieses Westernpad zur Arbeit mit Jungpferden an. So muss der Sattel nicht so stramm gegurtet werden, um ein Verrutschen zu verhindern, was das unerfahrene Pferd natürlich mit mehr Losgelassenheit quittieren wird.

 

Resümee
Neoprenpads eignen sich hervorragend zum täglichen Einsatz, wie das z. B. in Trainingsbetrieben der Fall ist. Nach dem Reiten gewaschen und zum trocknen aufgehängt, kann jeden Tag aufs neue mit einer sauberen und trockenen Sattelunterlage geritten werden. Wer allerdings lange Ausritte plant, sollte nach etwas anderem Ausschau halten.

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