Ratgeber Anatomisches Westernpad

Anatomische Westernpads erklärt

Das wir Reiter noch was von den Fussballern lernen können, ist ja offensichtlich: Wie zum Beispiel von Holger Fach : “Abgestiegen ist man, wenn man abgestiegen ist.” Aber auch in medizinischen Belangen, wenn das Pferd mal wieder lahmt, können wir uns auf die Fußballer Expertisen verlassen: “Ich hab gleich gemerkt: Das ist ein Druckschmerz, wenn man draufdrückt.” (Lothar Matthäus)

“Das Runde muss ins Eckige.” ist auch so eine Fußball-Weisheit. Wäre Sepp Herberger Reiter und nicht Fußballer gewesen, hätte er wahrscheinlich gesagt: “Rund und eckig, das geht nicht zusammen.” Wäre es dabei um Sattelunterlagen gegangen, hätte ich ihm recht gegeben. Warum und wieso, liest Du im folgenden Text.

Anatomisch geformt bezieht sich auf den Schnitt der Oberlinie. Stell Dir vor, Du stehst neben Deinem Pferd, legst Deine Hand auf den Widerrist und streichst, entlang der Wirbelsäule, nach hinten. Vom Widerrist geht´s erst mal nach unten, bevor die Wirbelsäule wieder langsam ansteigt. Sie ist also vom Widerrist – bis zur Lendengegend nicht gerade, sondern verläuft gebogen. Dieser gebogenen Linie folgt der Schnitt des anatomischen Pads. Es ist somit an die Rückenlinie angepasst.

Ein Westernpad mit geschwungener Form hat 3 Vorteile:

Ein anatomisches Westernpad entlastet den Widerrist

Sattel und Pferderücken haben beide eine gerundete Form. Wenn Du jetzt ein gerades Pad dazwischen legst, kommt es zwangsläufig zu einer vermehrten Belastung im Bereich des Widerrists. Für Dein Pferd ist es aber wichtig, dass der Widerrist frei von Druck ist. Nicht, dass es noch zu einem Druckschmerz kommt, wenn man draufdrückt! Du möchtest Dir und Deinem Pferd ja nicht unbedingt unnötig Probleme bauen. Ein anatomisches Westernpad liegt, bedingt durch seinen Schnitt, von Anfang an satt und gleichmäßig auf dem Pferderücken. Somit wird das Pad nicht durch den Westernsattel auf den Widerrist gezogen.

Ein anatomisches Westernpad verhindert Scheuerstellen

Genau das Gleiche gilt für die Gegend der Lendenwirbelsäule. Die erhöhte Belastung führt immer mal wieder zu Scheuerstellen. Das braucht auch kein Mensch. Der Rücken soll ja frei hin und her pendeln können, ohne das irgendwas reibt und stört. Du würdest auch eher ungern mit Schuhen wandern gehen, die scheuern.

Aber nicht nur am Widerrist oder der Lendengegend kann es zu Problemen kommen, sondern auch im Mittelfeld.

Leg doch mal ein großes Handtuch auf den Rücken Deines Pferdes. Was siehst Du? Ja klar, einen mit einem Handtuch bedeckten Pferderücken. Aber schau Dir das Handtuch doch mal genau an. Genau, es wirft Falten. Dein Pad macht genau das gleiche unter dem Sattel. Auch wenn es aufgrund der Dicke und Festigkeit des Materials nicht sofort sichtbar wird, bilden sich trotzdem Verdickungen im Pad. Irgendwo muss das überschüssige Material ja hin. Viele Pferde laufen trotzdem brav unter dem Sattel, machen ihre Arbeit und bringen ihre Leistung. Ab und an fragt man sich aber trotzdem woher jetzt diese eine trockene Stelle im Schweißbild kommt. Oder warum nach dem Absatteln eine kleine Verdickung am Pferderücken sichtbar wird. Ich hatte vor Jahren mal ein Pferd, das diesen Umstand mit Unwillen, bis hin zum Bocken quittiert hat. Ehrlich gesagt, es hat damals eine ganze Weile gedauert, bis wir auf das Pad als Verursacher gekommen sind.

Verschiedene Ausprägungen der anatomischen Form

Da jedes Pferd seinen eigenen sehr individuellen Rücken hat, gibt es natürlich verschieden geschnittene anatomische Pads. Somit findet sich für jede Rückenform das passende Pad. Hat Dein Pferd einen eher geraden Rücken, mit wenig Widerrist, dann käme für Dich zum Beispiel dieses hier in Frage:

Oder hat Dein Pferd einen schön geschwungenen Rücken, mit etwas mehr Widerrist, dann würde ich Dir etwas in dieser Art empfehlen:

Vielleicht hat Dein Pferd auch sehr viel Schwung im Rücken und einen hohen Widerrist, dann könnte sowas hier passen:

Anatomische Sattelunterlagen gibt es mittlerweile in allen Farben. Von schreiend bunt bis neutral grau. Als Fellpad oder Filzpad, mit und ohne Neopren. Sogar Geleinlagen und das AirRide System von Professional Choice sind in der anatomischen Variante zu bekommen.

Anatomische Westernpads machen Sinn!

Eigentlich ja logisch, dass zwischen zwei gebogene Sachen nix gerades passt. Selbst unsere Socken haben eine, an den Fuß angepasste Form. Stell Dir mal vor das wäre einfach ein völlig gerader Schlauch, den wir uns da von den Zehen, bis über die Ferse ziehen. Eher blöd.

Ein anatomisches Westernpad passt sich optimal an die Rückenform des Pferdes an. Dadurch bietet es mehr Druck- und Bewegungsfreiheit für die Widerrist- und Lendengegend. Außerdem werden so Faltenwurf und Materialverdickungen im Pad während des Reitens vermieden.

Viel Spaß für Dich und Dein Pferd, getreu dem Motto: “I look not back, I look in front!” (Lothar Matthäus)

So, jetzt habe ich aber fertig!

Dein Max

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Das beste Westernpad

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